 Die Kurzfassung: Es gibt eine feine Linie zwischen Besatzung und Befreiung im Kontext der amerikanischen Kampagne gegen arabische Terroristen in Afghanistan und gegen ein Regime im Irak. Jeder Verlust des Gleichgewichts während der Gratwanderung auf dieser feinen Linie würde im Aufruhr resultieren, weil die Zuschauer, die gesamte Welt, die versprochene reibungslose Leistung und eine erfolgreiche Beendigung der Mission erwarten.
Man sollte es nicht als selbstverständlich annehmen, dass eine ausländische militärische Anwesenheit in irgendeinem Land der Welt hinnehmbar ist, weil die Ziele gutartig und die Ausführung anteilnehmend sein können. Die letzten Worte sind leicht zu äußern, aber schwierig auszuüben. Deswegen hat sich die US-Verwaltung den Werbespruch vom Bedürfnis der Gewinnung der Herzen und der Seelen der besetzten Bevölkerung einfallen lassen. Jedoch wurde die Ausführung nicht auf die Erreichung des Zieles abgestimmt.
Von Anbeginn ihrer militärischen Kampagne haben die Vereinigten Staaten eine schnelle Intervention versprochen, mit keinen oder sehr minimalen Verlusten an menschlichem Leben und waren besonders hoffnungsvoll selbst keine oder sehr wenige Verluste an ihren eigenen Truppen zu haben. Aber die Kampagne hat sich hingezogen und die US militärische Anwesenheit dauert weiter an. Ein Datum zum vollständigen Abzug konnte nicht bestimmt werden, da es davon abhängig ist, wie sehr die lokalen Verwaltungen in der Lage sind die Kontrolle beizubehalten und ein demokratisches System im Einklang mit internationalen Normen zum Laufen zu bringen. Die Erreichung dieses Zieles in Entwicklungsländern, sogar unter normalen Bedingungen ist schwer. Aber wenn zudem die Bedingungen unsicher sind und Frieden eine entfernte Hoffnung ist, wird ein Ankommen am Ziel eine unbestimmt lange Zeitspanne andauern. Aus dieser Notwendigkeit haben das US-Militär auch ihren Aufenthalt in Afghanistan und vielleicht auch im Irak.
Daher wird die Gewinnung der Herzen und der Seelen der Bevölkerung wichtig. Diese Kolumne hat mehrere Male in der Vergangenheit das Thema berührt und zum Ausdruck gebracht, dass sofern nicht das Verhalten des Militärs demokratischen Normen der Vereinigten Staaten entspricht, dessen Militär enormen Schwierigkeiten gegenüberstehen wird, die Welt zu überzeugen, dass sie Befreier und keine Besatzer sind.
Die Misshandlung von Gefangenen im Irak ist jetzt eine universale Kenntnis. Jedoch bringt die Geschichte eines afghanischen Polizeiobersts ans Licht, (durch einen Bericht der New York Times vom 12. Mai 2004), die Dringlichkeit des Ausarbeitung einer Strategie, sich auf Mitgefühl anstatt von Hass zu konzentrieren und zu fördern. Die New York Times schreibt: „Ein ehemaliger afghanischer Polizeioberst hat in einem Interview diese Woche eine Darstellung abgegeben, wonach er Schlägen, Tritten, Schlafentzug, spöttischen Bemerkungen und sexuellen Missbrauchs ausgesetzt wurde, während der ungefähr 40 Tage er in amerikanischem Gewahrsam in Afghanistan letztem Sommer verbracht hat. Er hat auch gesagt, dass er wiederholt fotografiert wurde, oft während er nackt war.“
Der Oberst, Herr Nabi Siddiqui wurde unter dem Verdacht verhaftet, dass er ein Mitglied der Taliban – Bewegung sei. Er war es nicht. Gemäß seiner Aussage wurde er auf Weisen gefoltert, die nicht nur anstößig für alle Menschen sind, sondern besonders für Afghanen. Er sagt, dass er immer wieder beleidigt wurde, indem man seine weiblichen Verwandten beleidigte und seine Ehre verspottet wurde.
Andere Berichte legen nahe, dass jener Missbrauch von Gefangenen systematisch gewesen sein und seitdem erst die Verfahren zur Behandlung von Gefangenen noch mal durchdacht worden sind. Alle von diesem Punkt bis hin zur Tatsache, das gleichgültig in welchem Zeitabschnitt der Geschichte wir leben, haben die siegreichen Kräfte Exzesse begangen, sogar gegen die Regeln. Dies sollte aufhören und statt dessen sollten Bemühungen gemacht werden, die Bevölkerung mit Ausdruck von Liebe, Zuneigung und Freundlichkeit zu gewinnen. In der Bemühung für das Wohlergehen der Bedürftigen und für die Überwindung physischer und geistiger Verletzungen der besetzten Bevölkerung ist Hilfe zu leisten. Eine Besatzung muss vorläufig und so weit wie möglich zeitlich bestimmt sein.
Der Gebrauch des Begriffs „Besatzung“ von Afghanistan mag nicht angemessen sein, als immerhin das Land eine Regierung hat, die von einem so genannten demokratischen Verfahren ausgegangen ist. Die Übergangsregierung hat ein Mandat, das Berichten zufolge arbeitsreich in seiner Ausführung ist. Sein Präsident Karzai leitet die Regierung von Afghanistan und wird in der Ausführung seiner Aufgabe durch den US-Botschafter Herrn Zalmai Khalilzad geholfen. Jedoch wurde über den US-Botschafter berichtet, dass er sich so weit er sich erinnern kann, ihm nicht solch ein Vorkommen berichtet wurde, weder ihm noch dem US-Militär in Afghanistan. Dies war eine große Überraschung für diejenigen, die Nachrichten mitverfolgen und sich bewusst sind über wenigstens vier Fälle von Missbrauch, die seit dem Beginn von US militärischen Einsätzen im Oktober 2001 berichtet worden waren. Die Vereinten Nationen und das Rote Kreuz geben regelmäßig Berichte von ihren Ergebnissen heraus und kommunizieren auch diese den US-Behörden.
Andererseits hat Präsident Karzai, unter dessen Schutz das US-Militär Verhaftungen von afghanischen Bürgern durchführt und Verhöre von Gefangenen leitet, noch nie irgendeine der vielen US-Militärbasen oder Gefängnisse in diesen Lagern besucht. Des Weiteren hat er einen Abstand zwischen sich selbst und den US geführten militärischen Einsätzen behalten, die in der Verhaftung und der Untersuchung von afghanischen Staatsangehörigen resultiert haben. Einer hätte erwartet, dass der Kopf der Übergangsregierung ein schärferes Interesse an der Behandlung der Bürger seines Landes und den Angelegenheiten der US-Kräfte hat. Er hätte ein Mitspracherecht in der Behandlung und den Untersuchungsmethoden vom afghanischen Gefangenen durch die US-Militärs haben sollen. Leider hat er keine Fälle angetastet die seine Staatsangehörigen betreffen, welche vom US-Militär verhaftet wurden. Unter diesen war ein Polizeioffizier von Karzais Verwaltung, der eine Uniform seiner Polizei trug und einen offiziellen Ausweis seiner Regierung hatte.
Um die Absicht zu verwirklichen, die Herzen und Seelen der Bevölkerung zu gewinnen, sollte das US-Militär versuchen, sich nicht als arrogante Kraft einer Supermacht darzustellen, aufgrund ihres Zugriffs auf die fortgeschrittensten Waffen und militärischen Technologien, sondern sollte die Rechte der Bevölkerung anerkennen und mit ihnen zusammenarbeiten, um das gemeinsame Ziel zu erreichen, den Terror und die Ungerechtigkeit zu besiegen. In diesem schwierigen Spiel sollten alle Figuren teilnehmen, wie das US-Militär und die bürgerlichen Autoritäten, der US-Botschafter in Afghanistan und der afghanische Präsident der Übergangsregierung, damit die amerikanische Bemühung Demokratie beizubehalten Erfolg hat und Gerechtigkeit für Alle erreicht wird. Präsident Karzai sollte eine stärkere Position einnehmen, betreffend der US militärischen Einsätzen in Afghanistan und sollte in allen Aspekten der US geführten Handlungsweisen sich involvieren. Andernfalls wird die Geschichte, zum Nachteil der Auffassung er sei ein souveräner Anführer, ihn als einen Anführer eines besetzten Landes betrachten.
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