Mit der "Finanzierung nach Kassenlage" müsse Schluss sein, betont der Deutsche Hochschulverband und hat ein neues Modell vorgelegt: Geld sollen die Hochschulen künftig nach einem ähnlichen System wie der öffentlich-rechtliche Rundfunk erhalten. So wollen die Professoren die Politik stärker in die Pflicht nehmen.
Den deutschen Universitäten und Fachhochschulen, das ist nicht neu, geht es miserabel. Seit gut zwanzig Jahren nutzen die Bundesländer ihre Bildungsetats wie einen Steinbruch und nehmen die Hochschulen nach Kräften in den Schwitzkasten, bis die Rektoren, Professoren und Studenten japsen. Ein echter Ausweg ist nicht in Sicht. Im Gegenteil: In den letzten Jahren haben die klammen Länder ihre Sparanstrengungen noch deutlich verschärft, überall müssen die Hochschulen bluten. Die Studentenproteste des letzten Wintersemesters konnten gegen Kürzungen und Studiengebühren wenig ausrichten, ob in Berlin, Hessen oder Bayern.
Die Hochschulen beklagen ihre Misere seit vielen Jahren durchaus ausdauernd und wortreich. Bis auf die Forderung nach Studiengebühren ist ihnen aber als Lösung wenig eingefallen. Nun nimmt der Deutsche Hochschulverband einen neuen Anlauf: Die staatliche Finanzierung der Hochschulen könne der Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks angeglichen werden, schlägt der DHV vor.
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