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Pressemitteilung der Fachschaft des Fachbereiches Rechtswissenschaft
Veröffentlicht am Donnerstag, 06.November. @ 20:30:22 CET
Thema: Johann Wolfgang Goethe-Universität
Johann Wolfgang Goethe-UniversitätDer Fachschaftsrat des Fachbereichs Rechtswissenschaften Frankfurt hat beschlossen sich an dem Uni-Streik der J.W. Goethe – Universität konstruktiv zu beteiligen. Das heißt unter anderem, dass wir unseren Unmut über die geplanten Gebühren in die Öffentlichkeit tragen werden, indem wir Professoren/innen dazu bewegen Vorlesungen in der Öffentlichkeit abzuhalten und über die Hochschulmisere aufzuklären.

Die Einführung von Studiengebühren wird allgemein einen negativen Effekt auf das Hochschulstudium haben.
Die Mehrheit der Studierenden ist darauf angewiesen, zur Finanzierung ihres Studiums und Lebensunterhaltes, Nebenbeschäftigungen nach zu gehen. Die Einführung von Studiengebühren wird zur Folge haben, dass sich das Studium weiterhin verzögert, indem Studierende länger für Ihre Gebühren arbeiten müssen.
Weiterhin hat die Landesregierung in Hessen vor, die erhobenen Gebühren nicht für die Hochschule zu verwenden, sondern in den Landeshaushalt fließen zu lassen (Quersubventionierung).

Die Studienbedingungen an der J. W. Goethe - Universität sind durch die vergangenen Kürzungen des Hochschuletats in Form von personeller Unterbesetzung und materiellen Einsparungen unzumutbar geworden und führen dazu, dass ein Studium innerhalb der Regelstudienzeit praktisch kaum noch durchführbar ist. Überfüllte Hörsäle, zu wenig lehrendes Personal und Korrekturkräfte, sind eine Folge von Haushaltskürzungen der Vergangenheit und können nicht dadurch bewältigt werden, indem man wiederum neue Einsparungen trifft und sogar Gebühren erhebt die nicht der Universität zu Gute kommen. Dies wird zur Folge haben, dass es zukünftig noch weniger Studierende geben wird die sich ein Studium leisten können.
Internationalen Studien zur Folge, ist der Standort Deutschland im Vergleich zu anderen Industriestaaten der OECD ein Schlusslicht. Abiturienten/innen aus finanzschwachen Familien werden von vorn herein von der Aufnahme eines Studiums durch Erhebung von Studiengebühren abgeschreckt und benachteiligt. Es kann nicht zur offiziellen Bildungspolitik verkommen, dass Bildung allgemein eine Frage des Geldes wird und zur Klassenbildung führt.

Die Zukunft des Standorts Deutschland steht auf dem Spiel, wenn nicht genügend qualifizierte Hochschulabsolventen/innen ausgebildet werden können, wenn Kapazitäten und lehrendes Personal gekürzt werden und Studierenden ein Studium durch Studiengebühren unattraktiv gemacht wird.

Mit freundlichen Grüßen

Anastasios Bakratsas
stellv. Fachschaftssprecher der Fachschaft Rechtswissenschaften
der Johann Wolfgang Goethe - Universität Frankfurt am Main



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