Wir müssen alle den Gürtel enger schnallen - die Botschaft
kommt offenbar bei den Studenten an. Mehrheitlich befürworten sie neuerdings Studiengebühren. Aber sie stellen Bedingungen: Das Geld muss
direkt den Unis zugute kommen, und bezahlt wird erst in den fetten Jahren nach dem Studium.
Der Stifterverband für die Deutsche
Wissenschaft und das Gütersloher Centrum für Hochschulentwicklung hatten die Meinungsforscher von Forsa beauftragt, Studenten und
Nicht-Studenten in Deutschland zu Studiengebühren zu befragen. Eine moderate Studiengebühr von 500 Euro im Semester erscheint demnach
immerhin 59 Prozent der befragten Studierenden gerechtfertigt.
Diese Zustimmung ist aber an Voraussetzungen gebunden: Das Geld
muss unmittelbar an die Hochschulen fließen, an der der Student eingeschrieben ist. Außerdem müssen die Studenten Darlehen bekommen, die erst
nach dem Examen bei Überschreiten einer bestimmten Einkommensgrenze zurückzuzahlen sind.
Offensichtlich treibt die sich stetig
verschlechternde Lage an den Unis die Studenten zu der Erkenntnis, dass Gebühren den Hochschulen helfen könnten. Noch iIn den Jahren 1998 und
2000 hatten weniger als die Hälfte der Studenten (jeweils 47 Prozent) dem Modell zugestimmt. Auch in der Gesamtbevölkerung steigt die
Zustimmung zu Studiengebühren: Zwei Drittel aller befragten Bundesbürger stimmten dem vorgeschlagenen Modell zu.
Quelle: Spiegel
Online
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