Was ist eine Rechtsschutzversicherung?
Sunday, January 3rd, 2010In einer Rechtsschutzversicherung werden bestimmte Leistungen vertraglich vereinbart, mit denen der Versicherungsnehmer das Risiko von Anwalts- und Gerichtskosten auf die Gesellschaft verlagern kann, mit der er den Vertrag abgeschlossen hat. Das bedeutet, dass es sich bei der Rechtsschutzversicherung ähnlich wie bei der Immobilienversicherung, um eine reine Risikoversicherung handelt. Fällt innerhalb der Laufzeit kein Schadensfall an, darf die Versicherungsgesellschaft den vereinnahmten Beitrag als Gewinn verbuchen.
Der Umfang der Rechtsschutzversicherung reicht von der anwaltlichen Erstberatung bis hin zur Anrufung von Gerichten. Wobei anzumerken ist, dass die meisten Versicherungsgesellschaften die Übernahme der Gerichts- und Anwaltskosten maximal bis zum Oberlandesgericht vertraglich vereinbaren. Wer darüber hinaus gehen möchte, muss trotz Rechtsschutzversicherung in die eigene Tasche greifen.
Besonders die anwaltliche Erstberatung am Telefon bietet ein großes Potential zur Vermeidung gerichtlicher Auseinandersetzungen. Sie ist ohne bürokratischen Aufwand zu bekommen, denn eine große Zahl von Anbietern besitzt eine eigene Hotline. Ist diese rund um die Uhr und auch an Feiertagen erreichbar, wird meistens mit größeren Kanzleien zusammengearbeitet, die dann über Bereitschaftsdienste besetzt werden. Den Kunden muss das nicht kümmern, denn sein Anruf wird vom interaktiven Anrufsystem automatisch dorthin weiter geleitet. Parat haben muss man in diesem Fall nur seine Kundennummer.
Als sehr praktisch hat sich das Bausatzprinzip bei der Rechtsschutzversicherung bewährt. Dort kann jeder Kunde selbst entscheiden, auf welche Rechtsgebiete er seinen ganz persönlichen Schutz ausweiten möchte. Angeboten wird hier alles, was man im Leben brauchen kann. Das beginnt bei der Verkehrsrechtsschutzversicherung und hört beim Familienrechtsschutz nicht auf.
Als Zielgruppen für die Rechtsschutzversicherung kommen sowohl private als auch gewerbliche Kunden in Frage. Für bestimmte Gruppen wie zum Beispiel Senioren oder Singles werden besonders günstige Bundles angeboten, mit denen man die wichtigsten Risiken absichern kann. Bundles sind bei der Rechtsschutzversicherung überhaupt eine gute Sache, denn man bekommt als Kunde bei vielen Gesellschaften einen respektablen Rabatt auf den Gesamtbeitrag, wenn man mehrere Rechtsgebiete in einem Vertrag zusammen fassen lässt. Eine weitere Reduzierung der fälligen Beiträge lässt sich auch mit einer Selbstbeteiligung erzielen. Allerdings muss man diesen Betrag verfügbar haben, wenn ein Versicherungsfall eintreten sollte. Dabei gibt es sogar ähnlich wie in der KFZ Versicherung bei einigen Gesellschaften einen Schadensfreiheitsrabatt, mit dem man bei den Beiträgen noch günstiger fahren kann.
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