Welche Arten von Rechtsschutzversicherungen gibt es?
Die einzelnen Module, die man bei einer Rechtsschutzversicherung abschließen kann, sind so vielfältig wie die Zufälle des Lebens, die einen Menschen in einen Rechtsstreit verwickeln können. Als günstig für die Kunden hat es sich gezeigt, dass man sie nach eigenem Bedarf und Ermessen einzeln, in verschiedenen Kombinationen oder als Rundumschutz abschließen kann. Hier unterscheidet man grundsätzlich nach allgemeinen gewerblichen und privaten Rechtsschutzversicherungen im Vertrags- und Sachenrecht.
Das deckt schon mal das wichtigste Risiko ab, mit dem man jeden Tag konfrontiert werden kann. Das beginnt bereits bei den Einkäufen, die man tätigt. Dabei ist es egal, ob es sich um einen Einkauf beim Discounter um die Ecke oder im Internet handelt. Überall kommen Verträge zustande, aus denen sich Rechte und Pflichten ergeben, die man notfalls auch einklagen kann.
Einen wichtigen Punkt nimmt der Verkehrsrechtsschutz ein. Hier besteht erfahrungsgemäß das größte Risiko, denn ein Crash kann einem überall und jederzeit passieren. Der Verkehrsrechtsschutz lässt sich kostengünstig in den allgemeinen Rechtsschutz mit einbinden. Man kann ihn aber auch separat bei einem anderen Anbieter abschließen. Auf den passiven Rechtsschutz der Haftpflichtversicherung sollte man sich hier nicht verlassen, denn er wehrt nur die Ansprüche Dritter ab, die die Versicherungsgesellschaft für unberechtigt hält. Möchte man selbst aktiv Forderungen einklagen, greift diese nicht.
Als Mieter oder Vermieter sollte man auch den Mietrechtsschutz abschließen. Er ist preisgünstig und hilft nicht nur bei Auseinandersetzungen rund um den Mietvertrag, sondern bietet auch Beratung bei der Prüfung der Rechtmäßigkeit von Betriebskostenabrechnungen und auf Vermieterseite beim Inkasso von offenen Mietforderungen.
Arbeitsrechtsschutz, Familienrechtsschutz, Strafrechtsschutz oder Disziplinarrechtsschutz könnten diese Module auf sinnvolle Weise ergänzen. Das Baukastenprinzip ist ja gerade einer der großen Vorteile der Rechtsschutzversicherung, denn man muss immer nur das einbinden, was man tatsächlich gebrauchen könnte.
Aufpassen heißt es natürlich bei den Wartefristen, über die man sich in den allgemeinen Versicherungsbedingungen informieren kann. Sie sind für die einzelnen Rechtsgebiete unterschiedlich lang. Die Sofortberatung am Telefon kann meist sofort nach Vertragsbeginn in Anspruch genommen werden. Familienrechtsschutz hat erfahrungsgemäß die längsten Wartefristen. Wer seine Verträge günstig haben möchte, kann durchweg in allen Sparten eine Selbstbeteiligung in unterschiedlichen Höhen vertraglich vereinbaren.
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